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Es werden Posts vom April, 2011 angezeigt.

Kurzdarstellung

Das Forschungsprojekt befasst sich mit der Frage nach der Funktionsweise ostasiatischer Kampf- und Bewegungskünste (Aikido, Karatedo, Wushu, Taijiquan, Qigong) und der Interaktion von Psyche und Physis während des Übens solcher Bewegungsformen. Ausgangspunkt (Schritt 1) ist die traditionelle Theorie fernöstlicher Bewegungspraxis, bezeichnet als Do-Modell. Darin wird das Üben ostasiatischer Bewegungsformen als ganzheitliche Übungspraxis beschrieben, d. h. dass Bewegung, Haltung, Atemtechnik und Aufmerksamkeit trainiert werden. Anschließend (Schritt 2) soll mit Bezug auf Theorien der Selbst- und Handlungsregulation sowie des Paradigmas der Synergetik ein Transfer des Do-Modells geleistet werden. Schließlich (Schritt 3) werden Aspekte des hergeleiteten heuristischen Selbstregulationsmodells empirisch bearbeitet; hierbei sollen Thermografie, quantitative Befragung und Herzratenvariabilitäts-Messung eingesetzt werden.

Kempo

In seiner überaus lesenswerten Dokumentation "Kempo. Die Kunst des Kampfes" benutzt Dolin (1988) den Terminus Kempo für Bewegungskünste, wie sie im ostasiatischen Raum anzutreffen sind. Darunter fallen chinesische Übungsformen wie Qigong, Taijiquan und die zahlreichen Wushu-Stile, sowie japanische Bewegungskünste, etwa Judo, Aikido, Iaido, Kendo, Kyudo und Karatedo; auch Kampfkünste wie das koreanische Taekwondo werden zum Kempo gezählt. Wie kann Kempo beschrieben werden? "Kempo ist die Lehre, der ganze Komplex einer geistigen und körperlichen Kultur, es sind die viele Jahrhunderte alten Traditionen des Kampfes, die sich in ununterbrochener Entwicklung befinden. Kempo ist der Weg zur Realisierung der im Osten populären Konzeption der Einheit vom Mikrokosmos der menschlichen Persönlichkeit und dem Makrokosmos, vom Erreichen einer Harmonie mit der Welt und sich selbst." (Dolin, 1988, S. 13) Damit wird deutlich, dass Kempo mehr ist (oder sein kann) als das Überwinden e...