Direkt zum Hauptbereich

Kurzdarstellung

Das Forschungsprojekt befasst sich mit der Frage nach der Funktionsweise ostasiatischer Kampf- und Bewegungskünste (Aikido, Karatedo, Wushu, Taijiquan, Qigong) und der Interaktion von Psyche und Physis während des Übens solcher Bewegungsformen.

Ausgangspunkt (Schritt 1) ist die traditionelle Theorie fernöstlicher Bewegungspraxis, bezeichnet als Do-Modell. Darin wird das Üben ostasiatischer Bewegungsformen als ganzheitliche Übungspraxis beschrieben, d. h. dass Bewegung, Haltung, Atemtechnik und Aufmerksamkeit trainiert werden.

Anschließend (Schritt 2) soll mit Bezug auf Theorien der Selbst- und Handlungsregulation sowie des Paradigmas der Synergetik ein Transfer des Do-Modells geleistet werden.

Schließlich (Schritt 3) werden Aspekte des hergeleiteten heuristischen Selbstregulationsmodells empirisch bearbeitet; hierbei sollen Thermografie, quantitative Befragung und Herzratenvariabilitäts-Messung eingesetzt werden.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Einflüsse des Kempo

Insgesamt lassen sich sechs bedeutende Einflüsse nennen, welche das Wesen des Kempo bestimmt haben: das Yoga mit dem Ziel der geistigen Vervollkommnung bzw. der Einheit von Mensch und Welt, die chinesische Dao-Philosophie (z. B. Laozi) mit ihren Ideen der Leere und den Kräften von Yin und Yan, die chinesisch-tibetische Medizin mit ihren Theorien über die Lebensenergie Qi (bzw. Ch’i, jap. Ki) und die Vitalpunkte (chin. Dianxue, jap. Jintai kyûsho), die Beobachtung von Tieren, um daraus effiziente Kampfverfahren abzuleiten (die Tierstile), die Kriegswissenschaft des alten China (z.B. Sunzi), schließlich die buddhistische Chan- (bzw. Zen-) Psychotechnik, wonach durch maximale Konzentration erstaunliche Leistungen vollbracht werden konnten (vgl. Dolin, S. 13). Diese Einflüsse hatten sowohl praktische als auch theoretische Folgen für das Kempo und machten es nicht nur zu einer Schule des Kämpfens, sondern zu einer Schule des Lebens (vgl. Dolin, ...

Kampfkünste im Schulsport? - Ja!

Im Kerncurriculum für den Schulsport in Niedersachsen (2007) findet man neben anderen sportiven Erfahrungs- und Lernfeldern (ELF) auch das Kämpfen. In wohl keinem anderen Erfahrungs- und Lernfeld ist die Bezogenheit auf ein Gegenüber so deutlich wie in diesem. Oft wird kämpferisches Sich-Bewegen in verantwortlicher und kultivierter Form mit Aggressivität und gegenseitiger körperlicher Schädigung assoziiert und damit fehlgedeutet. Solche Missverständnisse sollte der Sportunterricht aufgreifen und korrigieren, dergestalt, dass gezeigt und geübt wird, wie man rücksichtsvoll mit dem Partner kämpfen kann. Die Grundhaltung, selbst für die Unversehrtheit des Kampfpartners verantwortlich zu sein, ist in diesem Zusammenhang unverzichtbar (vgl. Niedersächsisches Kultusministerium, 2007). Für das Kämpfen als grundlegendes menschliches Verhaltensmuster werden in der Sportpädagogik folgende Argumente angeführt: Kämpfen fördert die körperliche und geistige Entwicklung der Kinder und Jugendli...

Literatur zum Thema "Kämpfen im Schulsport"

Die genannte Literatur beschäftigt sich in der Hauptsache mit der Thematisierung fernöstlicher Kampf- und Bewegungskünste in der Schule. --- Altner, N. & Brunner, R. (2004). Qigong in der Schule. Entspannung, Konzentration und Ruhe. Mülheim: Verlag an der Ruhr. Bächle, F. & Heckele, S. (2008). 999 Spiel- und Übungsformen im Ringen, Raufen und Kämpfen. Schorndorf: Hofmann. Beudels, W. & Anders, W. (2002). Wo rohe Kräfte sinnvoll walten. Handbuch zum Ringen, Rangeln und Raufen in Pädagogik und Therapie. Dortmund: Borgmann. Braun, C. (2006). Kali – Arnis – Eskrima. Die philippinischen Kampfkünste. Aachen: Meyer & Meyer. Busch, F. (2002). Ringen und Kämpfen. Ideen, Hintergründe und Praxisbeispiele für den Sportunterricht in der Grundschule. Donauwörth: Auer. Butcher, A. (2002). Judo. Traditionen. Grundlagen. Techniken. Stuttgart: Pietsch. Dolin, A. (1988). Kempo. Die Kunst des Kampfes. Berlin: Sportverlag. Fauliot, P. (2001). Die Kunst zu siegen, ohne zu kämpfen. Anekdoten...