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Fragestellungen & Postulate

Aikido, Taijiquan, Karatedo, Qigong, Kungfu...

Worin besteht die Funktionsweise ostasiatischer Bewegungs- und Kampfkünste?
Was passiert in Bezug auf Psyche und Physis beim Üben dieser Bewegungsformen? Auf welche Weise hängen geistige und körperliche Prozesse im Kontext fernöstlicher Bewegungsformen zusammen?

Diese Fragen basieren auf folgenden Annahmen:
A. Bewegungs- und Kampfkünste des ostasiatischen Raumes (Japan, China) können als relativ einheitliches bewegungskulturelles Phänomen betrachtet werden (vgl. Dolin, 1988).
B. Aspekte der Theorie fernöstlicher Bewegungspraxis (jap. Kernbegriffe: Do, Ki) können mit „westlichen“ (nach empirischen Erkenntnisregeln) Theorien abgebildet und empirisch bearbeitet werden.

Literatur:
Dolin, A. (1988). Kempo. Die Kunst des Kampfes. Berlin: Sportverlag.

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